Yosemite – es gibt Menschen die sagen es sei der schönste Platz der Erde. Meine Erwartungen waren hoch und wurden bei weitem übertroffen.

Wenn Gott die Erde gemacht hat, dann hat er sich hier bestimmt besonders viel M ühe gegeben und angesichts der überwältigenden Schönheit der Natur hier muss ich unweigerlich daran denken, dass es vielleicht doch den großen Architekten geben könnte. Der Yosemite National Park mit dem weltberühmten Yosemite Valley, ist in erster Linie Fels. Der Granit ist wie eine raue graue Leinwand, die mit leuchtend jadegrünen Wäldern, silbern glänzenden Seen und Flüssen und bunten Blumen, Blättern und Gräsern bemalt ist. Hochaufragende Felswände, freistehende Felsnadeln, runde Felskuppen und scharfe Grate vom Sonnenlicht eindrucksvoll in Szene gesetzt, bilden diese Landschaft.

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„Ahwahnee“, ein vor Staunen geöffnete Mund, diesen Namen hatten die Indianer ursprünglich Yosemite gegeben. Und für John Muir, dem legendären amerikanischen Pionier, war das Tal in der Sierra Nevada Kaliforniens gar, „das glorreichste Wunder der Natur“. „Yosemite“ – 1864 vom amerikanischen Präsidenten Abraham Lincoln als „Public Preserve“ dem Staat Kalifornien zugesprochen – 1890 zum Nationalpark erklärt, und 1984 zum Weltnaturerbe – ist heute eines der am meisten besuchten Naturwunder der USA.

Das Yosemite Valley ist der zentrale Teil des Parks. Es wird vom Merced River durchflossen. Hier gibt es zahlreiche Wasserfälle – der Yosemite Falls ist der höchste Nordamerikas und der fünfthöchste der Welt – und viele von Gletschern geformte Felsformationen. Die bekanntesten Felsen sind der Half Dome (2693m) und El Capitan (2307m), beides beliebte Kletterreviere. Die Felswände zu beiden Seiten des Yosemite Valley erreichen eine Höhe von knapp 1000 Metern.

„Es ist nicht entscheidend, was man sieht, sondern wie man es sieht“, hat einer der wichtigsten amerikanischen Landschaftsfotografen, Ansel Adams, festgestellt und es ist ihm gelungen, in seinen einmaligen schwarz-weiss Bildern, weniger die Wirklichkeit, als vielmehr die Gefühle des Betrachters abzubilden. Auch ich habe hier natürlich die Kamera ausgepackt und habe versucht, einige meiner Gefühle an diesem Ort einzufangen, jedoch war ich dabei nicht ganz so erfolgreich wie Ansel. Ich muss immer wieder feststellen, wie schwierig die Landschafts- Fotografie ist.

Dennoch lohnt es sich mal, mein Fotoalbum mit den Yosemite Bildern anzuschauen. 2 mal durfte ich hierhin kommen. Einmal im Februar, wenn Im Yosemite noch ein wenig Schnee liegt und der Park noch ohne Massen von Touristen zu erleben ist, und einmal im Mai bei schönstem Wetter und in voller Frühsommer-Pracht. Wer in Kalifornien Urlaub macht, sollte Yosemite auf gar keinen Fall auslassen, auch wenn es hier im Sommer recht belebt zugeht. Wer vor hat, im Yosemite Valley zu übernachten und das kann ich nur als unvergessliches Erlebnis empfehlen, solle allerdings rechtzeitig ein Zimmer oder einen Camping Patz reservieren.

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