Der Sequoia Nationalpark befindet sich in in der Southern Sierra Nevada. Der Park ist unglaubliche 1,635 km  groß und ist home of the Giant Sequoia Trees. In dem sogenannten Giant Forest – und glaubt mir: ER IST GIGANTISCH wohnen laut WIKI 5 der 10 größten Bäume der Welt – zumindest was ihr Volumen betrifft. Auch wohnt dort der General Sherman Tree, der größte Baum der Welt.

Bei der Planung unseres Roadtrips nach LA stellten wir fest, dass ein Abstecher zu Herrn Sherman auf jeden Fall machbar ist. Gewundert haben wir uns nur darüber, dass man angeblich Schneeketten braucht… aber gut. Gesagt getan. Endlich erreichten wir die Foothills der Southern Sierra – leider im Nebel. Schade. Nichts desto trotz: Sie sind wunderschön diese runden gefällig welligen Hügelketten. Als wir den Eingang des Parks erreichten, wurden wir durch einen Park Ranger erneut darauf aufmerksam gemacht, dass wir Schneeketten benötigten, noch immer konnten wir’s nicht glauben, auch noch nicht  sehr viel weiter oben, trockene Straße und nicht einmal eine Idee von Schnee. Und wie wir uns so durch die Serpentinen schlängeln durchbrechen wir ganz plötzlich die Wolkendecke und blicken beim nächsten Haltepunkt auf ein Meer von Wolken aus dem einige Inseln aus Bergspitzen herausragen. Dieses Bild hat mich tief beeindruckt und ich werde es sicher sehr lange bei mir tragen. Und dann … tatsächlich. Wir werden von einem Ranger heraus gewunken und müssen Ketten anlegen. Das ist doch Männersache, oder? Während Martin sich abrackerst erteile ich kluge Ratschläge „ein bisschen rechts“ und „ein bisschen links“. Und dann: tatsächlich, mein Heldenmann hat die Teile wirklich montiert bekommen. Und nur einige Kurven weiter als wir so in den Wald hineinfahren: Schnee! Viel Schnee. Neben uns am Straßenrand bestimmt zwei Meter Schneedecke. Wir fahren in den Giant Forest hinein und ich bin mir sicher, wir werden im Sommer sicher nochmal mehr Zeit hier verbringen.

Diese Baumriesen gehören sicher zu den beeindrucktesten Wesen, die ich bisher sehen durfte. Fast wirken sie unecht, wie sie mit ihrer ebenmäßigen hellen Rinde zwischen den anderen Bäumen emporwachsen. Wunderbar. Endlich erreichen wir den Baum der Bäume. Massive! Es passiert nicht oft, das etwas fast so ist, wie man es sich vorgestellt hat -diesmal schon. Ich stehe vor dem Baum und fühle mich in seiner Gegenwart klein und unbedeutend und Ich kann nicht mehr sagen als: Ich bin wirklich beeindruckt. Der Abstecher hat sich auf jeden Fall gelohnt. Ich wünschte wir könnten noch etwas umherlaufen aber die Eisdecke macht es mit der kleinen Maus im Tagerucksack nicht gerade einfacher. Last but not least hatte auch Carla ihren Spaß, sie ist kaum noch aus dem Schnee zu bekommen und vergießt sogar eine Träne als wir sie einigermaßen durchnässt wieder mit zum Auto schleppen.

Google Maps


Größere Kartenansicht

Fotos auf Flickr