Was mich am meisten an der Wüste beeindruckt hat war die Stille. Die unvergleichliche, alle Aufmerksamkeit einfordernde Stille. Und genau für diese Stille liebe ich die Wüste so sehr, dass ich immer wieder zurück kam, an diesen so unwirklichen Ort: Das Tal desTodes. Meistens war ich hier hin unterwegs nach einem Aufenthalt im nahegelegenen Las Vegas was im Punkto Stille das absolute Gegenteil der Wüste ist. Es ist einfach fantastisch mit dem immer währenden, sich ständig modulierenden Klangteppich der Spielautomaten im Ohr auf dem Highway 190 Richtung Nord- Westen zu fahren und seine Sinne wieder zu finden, die im Disnyland für Erwachsen als das man Las Vegas gut bezeichne könnte doch arg strapaziert worden sind. So weit ich wieß ist im “Tal der Todes” noch nie jemand wegen der großen Hitze gestorben, dafür sind aber schon einige Menschen in durch die wenigen heftigen Gewittern im Winter ausgelöste Fluten ertrunken. Im Tal des Todes kann es im Sommer sehr heiß werden. Sehr, sehr heiß!

Die meisten Touristen steigen nur für einige Minuten aus ihrem Rundfahrtbus, nehmen einige Photos und eilen in die klimatisierte Atmosphäre des Busses zurück. Sogar in den Sommernächten fällte die Temperatur selten unter 100°F (38°C). Aufgrund der geologischen Tieflage zählt das Death Valley zu den heißesten Plätze unserer Erde. Von Mai bis September herrscht eine brüllende Hitze. In dieser Zeit betragen die durchschnittlichen Höchsttemperaturen 47° C im Schatten. Die Bodentemperatur steigt auf bis zu 95° C an. An einem Julitag 1913 wurde 57° C (im Schatten) gemessen, die höchste jemals verzeichnete Temperatur.


Ich war einmal im April also noch recht früh im Jahr im Death Vealley und Trotz Klimaanlage auf volle pulle war es im Auto brüll heiß. Ich dachte erst die Kliaanlage müsse defekt sein doch als ich den Wangen stoppte um auszusteigen und einen Blick in den Motorraum zu werfen, nicht dass ich da irgendwas hätte sehen können selbst wenn was dran gewesen wäre, doch traf mich beim öffnen der Wagentür fast der Schlag… der Hitzschlag und ich wusste dass meine Klimaanlage noch super funktionierte. Man sollte ausreichend Wasser dabeihaben. In den Sommermonaten ist das mitführen von 6 Litern pro Person sogar von der Parkverwaltung vorgeschrieben. Bei starker Sonne sollten man pro Person und Stunde 1 Liter Wasser rechnen. Das in der der Mojave- Wüste liegende Death Valley ist eine der heißesten Regionen der Erde, ist fast 200 km lang und bis zu 26km breit. Der höchste Punkt ist der 3.367m hohe Telescope Peak, der tiefste Punkt “ Badwater“ mit 86m unter dem Meeresspiegel und somit der tiefste Punkt der USA.


Da aus dem Becken kein Abfluss besteht und einige Bäche vereinzelt Wasser ins Tal bringen, verdunstet es und läßt eine dicke Salzkruste zurück. Im „Devils Golf Course“ ist diese Schicht bis zu 300 Meter dick. Neben all diesen Dingen, die eher nach Superlativen klingen die das: “Phuuu.. das klings heiß… ich glaub da muß..will…ich nicht hin.” Gefühl hervorrufen könnte muss ich auch noch sagen dass das Death Valley auch ein unheimlich schöner Ort sein kann. Die Sicht hier in der Wüste reicht wirklich bis zum Horizont. Am frühen morgen oder am Abend zaubert die Sonne ein unglaubliches Farbenmeer und die verschieden gelb-, braun- oder roten- farbenen Felsen beginnen zu leuchten und zu glühen.


Die Sanddühenen der Wüste scheinen in der Abendsonne wie riesige, sanfte Flammen, verwandeln einen Moment zur Ewigkeit. Dies ist ein guter Ort um einen freien Kopf zu bekommen und sich seiner Umwelt bewußt zu sein. Ich hatte auch einmal das Glück nach den außerordentlich ausgiebigen Regenfällen im Frühjahr 2005 hier zu sein und die Wüste erblühte binnen Tagen in einem Meer von Grün und Gelb. Schaut euch doch noch das Fotoalbum über Death Valley an um einen Eindruck zu bekommen.

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