Wenn ich nach meinem Lieblingsort gefragt werde,  muss ich nicht lange nachdenken: Ocean Beach, San Francisco.

Ich war vom ersten Moment an, als ich 2003 das erste Mal hier war,  davon vereinnahmt. Es ist immer ein wenig moody hier. Weit, rau, windig,  nur selten richtig warm,  aber wunderschön. Ich konnte es nicht fassen, daß dieser riesige Strand inmitten von San Francisco niemals überlaufen schien. In der Bay Area leben fast 15 Millionen Menschen,  aber irgendwie scheint Ocean Beach für viele nicht wirklich attraktiv zu sein. Die den Stand beherrschende Gruppe sind die Surfer. Ja, die Surfer lieben Ocean Beach.  Man sieht auch ein paar Jogger, Leute, die mit Ihren Hunden spazieren,  und einige wenige, die einfach nur hierhin kommen, um sich an den Strand setzten und auf das Meer schauen.

Am Abend, wenn es dunkel wird, treffen sich hier die Surfer und anderes junges Volk an den großen Lagerfeuern. Es wird gegrillt, jemand spielt Gitarre, Leute lachen. Die Sonnenuntergänge hier sind einmalig, jeden Abend. Nicht von ungefähr heißt der Stadtteil hier Sunset. Hier wollte ich eigentlich zuerst wohnen, bin aber doch froh, daß Iris uns diese schöne Wohnung im Inner Richmond Distrikt gefunden hat, die auch nur 5 Minuten mit den Auto von Strand weg ist. Richmond liegt etwas höher und deshalb hat Richmond auch nicht so viele Nebeltage. Im Juli und August kann es vorkommen, daß es im Sunset drei Wochen am Stück so nebelig ist, das man keine 100 Meter weit sehen kann.

Wir waren oft Sonntagsmorgens im Java Beach Café zum Frühstücken, ein Surfer und Hippie Café einen Steinwurf vom Strand entfernt und ein weiterer meiner Lieblings Orte. Hier könnte ich bei Café Latte und einem Blueberry Muffin ewig sitzen und mir das Treiben anschauen. Das Java Beach war oft Ausgangspunkt für unsere Strandgänge, und so auch heute,  an meinen letzten Tag am Ocean Beach. Iris und die Kinder sind schon in Hamburg und richten fleißig unser neues zuhause ein. Die drei wären sicherlich auch gern heute dabei. Ich habe einige der Kites mitgenommen. Wind war genau richtig. 5mp/m. Es ist sonnig, aber nicht wirklich warm, wie so oft hier. Ich versuche den Augenblick zu genießen, während ich die Kites am kräftig blauen Himmel betrachte, in dem Wissen, daß ich wahrscheinlich nicht zurückkommen werde.

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