“M“Mach dir keine Sorgen, Singapur ist Asien für Anfänger” so höre ich noch Rob´s Stimme in meinem Ohr und irgendwie hatte er auch recht. Das Tropeneiland am Zipfel Südostasiatischen Festlands war bis 1965 Britische Kolonie, und so kommt es dass Singapur als Asiatisches Land doch recht westlich auftritt.

Ich war geradezu erschrocken, dass selbst jeder Taxifahrer besseres Englisch sprach als ich. Englisch ist hier auch nach wie vor die offizielle Amtssprache, auch alle Fernseh- und Radiostationen strahlen ihr Programm in englischer Sprache aus. Nur rund 4 Millionen Menschen leben auf der 42Km langen und an der breitesten Stelle 23Km durchmessenden Insel, die mit Malaysia über 2 kurze Dämme verbunden ist. Singapur ist ein Vielvölkerstaat mit 77 Prozent Chinesischer, 14 Prozent Malaien und 8 Prozent Indern und somit sehr wohl eine echte asiatischen Metropole. Tolerant leben Buddhisten, Moslems, Hindus und Christen nebeneinander. Zwei Feiertage wurden aus jeder Religion bestimmt die jeweils inselweit gelten.

Es ist heiß in Singapur unfassbar heiß. Ich habe noch nie so wegen Hitze gelitten wie hier. Ich bin ganz im allgemeinen kein großer Fan der hohen Temperaturen, doch das hier ist wirklich unglaublich. Da Singapur dicht am Äquator liegt, schwanken die Temperaturen übers Jahr nur minimal. Oft ist es 35 Gradund auch nachts kühlt es trotz Nähe zum Meer kaum ab. Das eigentliche Problem für mich war jedoch nicht wirklich die Temperatur: es ist die alles erdrückende Luftfeuchtigkeit. Einige Male war es mit nicht möglich ein vernünftiges Foto zu machen, weil es mir einfach nicht gelingen wollte die Linse des Kameraobjektivs vom Kondenswasserbeschlag frei zu halten. Einige wenige Bilder konnte ich dennoch machen, die du hier im Singapur Fotoalbum findest. Ich kann jedem nur empfehlen, leichte Kleidung, die nicht am Körper klebt, wenn man schwitzt und das bleibt hier einfach nicht aus, wenn man sich im Freien bewegt. So was wie Jeans kann man eigentlich gleich zu Hause lassen. Ich wünschte mir hätte das jemand vor Antritt dieser Reise gesagt.

Obwohl man sagt, Singapur sei Asien für Anfänger, muss ich gestehen: die Sinnesflut all dieser für mich so ungewöhnlichen Impressionen der Atmosphäre hier sehr beeindruckt und angestrengt hat. Dies hier ist ganz klar eine andere Welt auch wenn die Fassaden die der modernen Metropole super modern und westlich daherkommen und ich mit jeden auf englisch verständigen kann. Da ich durch meine Arbeit auch Menschen kennengelernt habe, die hier leben und arbeiten, fühlte ich meinen emotionalen Eindruck aus den Erzählungen über das Leben hier bestätigt, dass es hier anders zugeht, als bei uns in Deutschland.


Ich denke, dass das Leben hier ziemlich hart sein kann zu denen, die es sich nicht leisten können in einem der unzähligen Luxus Einkaufszentren nach europäischen Designer Klamotten zu schoppen. Ich meine mit H ärte nicht nur die drakonischen Strafen für vergleichsweise lächerliche Delikte, wie zum Beispiel das öffentliche auspeitschen für das auf die Straße spucken von Kaugummis. Wer hier nicht reich, ist muss viel arbeiten um über die Runden zukommen. Ich habe mich mit einigen Leuten hier unterhalten, die zwei oder drei Jobs haben um über Wasser zu bleiben. Dennoch scheinen hier alle gut gelaunt zu sein, das Schöne genießen zu können. Viele Menschen hier sind aus Ländern gekommen, in denen es noch härter ist zurecht zu kommen um hier zu Arbeiten und sie sind dankbar für das was sie haben. Eine Fähigkeit, an der auch ich mal wieder öfter arbeiten sollte.

In Singapur ist es heiß und nass. Ich bin kaum zum fotografieren gekommen so oft musste ich die Kamera wieder weg packen weil ich Kondenswasser auf dem Objektiv hatte. Hier nun einige Bilder von dieser für mich außergewöhnlichen Reise

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